"Indem wir zusammen sind, wachsen wir miteinander und aneinander." Gerald Hüther

 

Beziehungen können sehr herausfordernd und manchmal sogar destruktiv sein. Aber sie können auch ein echtes Wunderwerk sein, können alte Wunden heilen und unsere persönliche Entwicklung fördern. Wir Menschen sind soziale Wesen und haben ein existentielles Grundbedürfnis danach, gelingende Beziehungen zu leben und Verbundenheit zu erleben. Durch die Verbundenheit mit einem anderen Menschen (Co-Regulation) kann unsere Physiologie reguliert und unser Nervensystem beruhigt werden.

Meine Erfahrung zeigt, dass wir Menschen oft miteinander reden, jedoch nicht in einem echten Kontakt sind. Wir reden "aneinander vorbei". Besonders in nahen Beziehungen ist das oft so. Meistens befinden wir uns in erlernten oder angeeigneten Mustern, welche unsere ganz persönliche Beziehungsdynamik ausmachen. Zu helfen, diese Dynamiken sichtbar und erkennbar zu machen ist der Kern meiner Arbeit in der beziehungsorientierten Beratung. Sobald eine Beziehungsdynamik bewusst wahrgenommen wird, können Veränderungen stattfinden.

Für wen eignet sich eine beziehungsorientierte Beratung? Jemandem in der Familie geht es nicht gut, eine schwierige Entscheidung steht an, oder ein herausforderndes Verhalten eines Familienmitgliedes kann ein wertvoller Anlass sein, um eine beziehungsorientierte Beratung aufzusuchen. Die Beratung orientiert sich am Erleben in der Familie. Der Fokus während des Gespräches richtet sich auf die Beziehung und das Erleben im Hier und Jetzt der einzelnen Familienmitglieder. Das Beratungsangebot richtet sich an alle Einzelpersonen, an Paare sowie an Familien verschiedenster Konstellationen, bei Beziehungs- und Erziehungsthematiken, in Krisensituationen oder als Krisenprävention.

Was sind Gründe für ein beziehungs- und erlebnisorientiertes Counseling? Ihnen oder jemand anderem in der Familie geht es nicht gut. Sie leiden in Ihrer (Paar-)Beziehung, oder an immer wiederkehrenden Konflikten. Sie sind unsicher bezüglich des Kontaktes, der Beziehung, der Erziehung. Ihr Kind äussert ein auffälliges oder irritierendes Verhalten. Sie befinden sich in einer seelischen Krise. Ein Familienmitglied leidet an einer psychischen Krankheit und Sie wissen nicht,  wie Sie mit den Kindern darüber reden können. Sie sind als pädagogische Fachperson mit einem bestimmten Verhalten oder einer Situation besonders herausgefordert.

Was ist der beziehungsorientierte Ansatz? Der beziehungs- und erlebnisorientierte Beratungsansatz, ermöglicht es den Klientinnen und Klienten ihre Perspektive zu erweitern, ihre Ressourcen auszuschöpfen und ihren Handlungsspielraum zu erweitern. Das bewusste Wahrnehmen existentieller Konflikte, Bedürfnisse und Sehnsüchte im Hier und Jetzt ermöglicht es den Beteiligten ausserdem, einander auf eine neue Art und Weise zu begegnen und ihre individuellen Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Der Fokus liegt immer auf der Beziehung der einzelnen Familienmitgliedern.

Was sind die Ziele einer beziehungsorientierten Beratung? Das Ziel der Beratung ist, dass die Ratsuchenden im Hier und Jetzt, in einem von der Beraterin gestalteten, sicheren Raum, gemeinsam neue Erfahrungen machen können. Dies unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Beratungsansätzen.

Welches sind für mich zentrale handlungsleitende Theorien? Es gibt eine grosse Anzahl Theorien und Erfahrungen, die von Wissenschaftlern und renommierten Psychologen und Familientherapeutinnen und -therapeuten in meine Arbeit miteinfliessen; Die Polyvagal-Theorie von Stephen Porges, die Bindungstheorie von J. Bowlby und Th. Harms, die existentielle Psychotherapie von Irvin D. Yalom, das Modell der Encounter- oder Begegnungsgruppen nach Carl Rogers und Irvin D. Yalom, die Methode des Somatic Experiencing von Peter A. Levine, Untersuchungen, Modelle und Erfahrungsberichte von Jesper Juul, Helle Jensen, Ruth Hansen und Peter Mortensen, der beziehungs- und erlebnisorientiere Ansatz von J. Juul, H. Jensen, R. Hansen, P. Mortensen, R. Menges, K. Glistrup, Theorien der modernen Hirnforschung von Dr. Gerald Hüther.

Mit welchen Methoden und Herangehensweisen wird gearbeitet? Mittels somatischer Resonanz und subtiler Wahrnehmung wird die Klientin / der Klient durch einen Buttom-up – oder einen Top-down – Prozess geleitet. Dieses Erleben im Hier und Jetzt ermöglicht sowohl eine Verbindung als auch ein bewusstes Gewahrsein über das Zusammenspiel von Körper, Psyche und Geist, gibt Auskunft über die individuellen neurophysiologischen Reaktionsmuster des Autonomen Nervensystems und unterstützt somit die Erweiterung des persönlichen und innerfamiliären Handlungsspielraumes. Je nach Situation verwende ich gerne Elemente aus dem systemischen sowie aus dem gestalttherapeutischen Ansatz. Meine authentische, transparente und empathische Begleitung wirkt vertrauensfördernd und Sicherheit bietend. Mehr Informationen ...

Menschenbild und Grundhaltung Die Würde und Einzigartigkeit eines jeden Menschen anerkenne ich mit hoher Achtung und hohem Respekt. Deshalb begegne ich ihnen gleichwürdig und unvoreingenommen. Es bedeutet, dass ich jeden einzelnen Menschen in seiner Eigenart respektiere, seine Bedürfnisse und seine Grenzen anerkenne und ihn in seiner persönlichen Integrität ernst nehme. Mit dieser Haltung ist ein Dialog auf Augenhöhe möglich. Eine dialogische und prozessorientierte Grundhaltung zeichnet mich und meine Arbeit aus. Die Übernahme persönlicher Verantwortung, die Wahrung persönlicher Integrität sowie die Stärkung des Selbstgefühls durch Anerkennung sind für mich zentrale Werte und fliessen in meine Arbeit mit ein. Ich stehe weder auf der Seite der Eltern, noch auf der Seite der Kinder, sondern arbeite stets neutral, authentisch und transparent. Ich mache keine Heilversprechen und handle nach bestem Wissen und Gewissen.

Ethik

Als Beraterin SGfB / Family Counseling verpflichte ich mich zur Schweigepflicht und zur Einhaltung der Ethikrichtlinien der SGfB (Schweizerische Gesellschaft für Beratung).

Ich freue mich über eine unverbindliche Kontaktaufnahme für ein kostenloses Erstgespräch.

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